dr. sonje webconsult

 

Newsletter:  März / 2007                    

 

 

@ Internet Dienste in der Rekonvaleszenz Phase

@ Projekt des Monats: "Xella International"

@ Ausblick

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich freue mich Ihnen unseren aktuellen Newsletter übersenden zu können.

Der aktuelle Newsletter hat zwei Schwerpunkte.

 

Zunächst stellen wir Ihnen unsere neueste Studie „eIR 2006“ über die Nutzung

von Internet Services im IR Bereich vor. Im Zuge einer empirischen Untersuchung

haben wir IR-Manager von DAX-Unternehmen zum wiederholten Male zu ihren

Erfahrungen mit den Internet-Services für Aktionäre befragt.

 

Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage nach der Nutzungshäufigkeit von

Internet-Techniken, wie Internet-Proxy-Voting, IR-Newsletter oder RSS-Newsfeed.

Die Studie enthält sowohl aktuelle Daten aus dem Jahre 2006, als auch Ver-

gleichsdaten (in Auszügen) aus den Jahren 2003, 2004

und 2005.

 

Darüber hinaus beginnen wir mit der vorliegenden Ausgabe auch mit einer neuen

Reihe, in der wir Ihnen interessante und beispielhafte Fallstudien aus unserer

Beratungspraxis vorstellen.

 

 

Herzlichst

Ihr

Dr. Deziderio Sonje

 

 

 

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@ Internet-Dienste in der Rekonvaleszenz-Phase

 

Jahrelang konnten Aktiengesellschaften steigende Wachstumsraten bei der Nutz-

ung ihrer Internet-Services für Aktionäre vermelden. Rekordzuwächse bei IR-

Newsletter-Abonnements und dem Download von Geschäftsbe­richten oder stark

ansteigende Teilnehmerzahlen bei elektronischen Abstimmungen während der

Hauptversammlung wurden so zu Selbstverständlichkeiten. Wie ist die Situation

jedoch heute? Hat sich der Rückgang an Aktionären in den vergangenen Jahren

auch auf die Nutzung dieser Serviceleistungen ausgewirkt? Kam es auch in

diesem Bereich zu einem Einbruch oder konnte die Internet-Erfolgsstory fort-

gesetzt werden?

 

 

@ Vorteile der Internet-Services

Internet-Service bringt sowohl für Aktionäre als auch für die Unternehmen eine

ganze Reihe an Vorteilen mit sich. Der Download von Geschäftsberichten bewahrt

Aktionäre vor einer Flut an Unterlagen, die sie regelmäßig im Zuge der jährlichen

Hauptversammlung erreicht. Unternehmen sparen dagegen Kosten bei Druck und

Versand der aufwändigen Berichte. Unternehmenseigene Newsletter informieren

Aktionäre zeitnah über aktuelle Veränderungen und bieten Unternehmen die Mög-

lichkeit, ihren Aktionären ihre Sicht der Dinge nahe zu bringen. Internet Proxy

Voting eröffnet interessierten Aktionären dagegen die Möglichkeit, ihre Stimme

bei der Hauptversammlung abzugeben, ohne anreisen zu müssen. Für Unterneh-

men ist Internet Proxy Voting ein Mittel, mit dem man den Trend zu immer ge-

ringerer Kapitalpräsenz und damit der Gefahr von Zufalls­mehrheiten entgegen-

wirken kann. Alles in allem profitieren also beide Seiten von diesem Service. Da-

her haben Aktienge­sellschaften entsprechende Serviceangebote in den letzten

Jahren konsequent ausgebaut. Wird dieser Service jedoch nicht nur von einigen

wenigen Internet-Freaks sondern auch von einer breiten Mehrheit an Aktionären

genutzt?

 

Im Zuge einer Wiederholungsuntersuchung (Panel-Studie) wurden die DAX-

Unternehmen zum dritten Mal seit 2003 zu diesem Thema befragt. An der aktu-

ellen Studie haben 19 der 30 DAX-Unternehmen teilgenommen, was einer Rück-

laufquote von 63 Prozent entspricht. Aufgrund dieser sehr hohen Rücklaufquote

gehen wir davon aus, dass die Studienergebnisse die Situation bei den DAX-

Unternehmen sehr gut beschreiben.

 

Im Mittelpunkt der Studie stand die Frage, ob und wie sich der Rückgang an

Aktionären auf die Nutzung von Internet-Techniken ausgewirkt hat.

 

 

@ Ergebnisse vermitteln uneinheitliches Bild

Die Untersuchungsergebnisse vermitteln ein insgesamt sehr uneinheitliches Bild.

Vergleicht man die aktuellen Daten mit denen aus den Vorjahren, so zeigt sich,

dass es nach einem starken Anstieg der Nutzungszahlen von 2003 auf 2004 im

Jahre 2005 zu einem Einbruch der Nutzungszahlen kam. Bei einigen Unterneh-

men hat sich die Zahl der Nutzer einzelner Angebote halbiert. Dies entspricht im

wesentlichen dem Börsenverlauf dieser Jahre und der Beobachtung, dass die

Zahl der Privataktionäre in den letzten Jahren konstant gesunken ist.

 

Die Ergebnisse der Studie zeigen aber auch, dass die Nutzungszahlen bei den

meisten Unternehmen seit 2005 wieder ansteigen. Auch wenn die entsprechen-

den Zugriffszahlen von 2006 zumeist noch nicht die Höchstmarke von 2004 er-

reicht haben, so zeigt der Trend bei der Intensität der Nutzung eindeutig nach

oben. Dies ist erstaunlich, da sich laut dem Deutschen Aktien Institut auch in die-

sem Jahr die absolute Zahl der privaten Anleger erneut verringert hat.

 

 

@ Nach wie vor: nur eine Minderheit nutzt die neuen Serviceleistungen

Dies lässt den Schluss zu, dass es noch nicht gelungen ist, eine breite Mehrheit der

Aktionäre für das unternehmenseigene Informations- und Kommunikationsangebot

zu gewinnen. Auch wenn Teilnehmerzahlen am Internet Proxy Voting von bis zu

14.000 Aktionären und ein repräsentiertes Kapital von bis zu 11% ein Indikator da-

für sind, dass nicht nur Technikbegeisterte derartige Dienste nutzen, so verdeut-

lichen diese Zahlen auch, dass die Anbieter noch viel Überzeugungsarbeit leisten

müssen, um die Mehrzahl der Aktionäre von den Vorteilen ihres IR-Services zu

überzeugen.

 

 

@ Starke Unterschiede zwischen den Unternehmen

Die Studienergebnisse verdeutlichen aber auch, dass die Unterschiede zwischen

den Unternehmen zugenommen haben. Während bei einem Teil der Gesellschaf-

ten die Nutzungszahlen mehr oder weniger konstant geblieben sind, mussten an-

dere z.T. stark fallende Nutzungsraten bei ihrem Internet-Service hinnehmen.

Auch wenn sich der Zuwachs bzw. der Verlust an Nutzern nicht nur durch Unter-

schiede in der Kommunikationsstrategie erklären lässt, so scheint dies dennoch

ein wichtiger Einflussfaktor zu sein. Dazu der Leiter der Studie, Dr. Deziderio Šonje:

„Aus der Praxis wissen wir, dass viele Gesellschaften vor allem eine eher Technik-

orientierte und weniger eine Aktionärs-orientierte Kommunikationspolitik betreiben.

Bei vielen wird zu viel über technische Standards und zu wenig über die Vorteile

für die Aktionäre gesprochen. Vor allem in schwierigen Zeiten muss man jedoch

diese herausstreichen und so versuchen, das Wohlwollen der Aktionäre zu ge-

winnen“.

 

 

@ Viele Aktionäre wollen informiert werden

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse lässt sich das folgende Resümee ziehen.

Obwohl es bislang noch nicht gelungen ist, eine breite und vor allem stabile Mehr-

heit an Aktionären für die Nutzung dieser IR-Internet-Services zu gewinnen, zei-

gen die Studienergebnisse, dass entsprechende Serviceangebote nicht nur für

Randgruppen interessant sind. Selbst in schwierigen Zeiten gibt es eine ganze

Reihe an Aktionären, die direkt und unmittelbar von den Gesellschaften informiert

werden wollen. Die wieder ansteigenden Zuwachsraten verdeutlichen obendrein,

dass die Nutzungsbereitschaft seitens der Aktionäre auch wieder klar zunimmt.

 

 

@ Trend zur Elektronisierung der IR-Arbeit

Die großen Unterschiede zwischen den DAX-Unternehmen zeigen jedoch auch,

dass es den Unternehmen in einem sehr unterschiedlichen Maße gelungen ist, ihr

jeweiliges Potenzial an Nutzern tatsächlich auszuschöpfen. Hier machen sich Un-

terschiede in der Informations- und Kommunikationspolitik zwischen den Unter-

nehmen ganz klar bemerkbar. Nach Ansicht von Šonje werde in den kommenden

Jahren die Weichenstellung für eine weitere Elektronisierung der Investor Relations

Arbeit gelegt: „Ein Teil der Unternehmen muss aufpassen, hier nicht den Trend zu

verschlafen“, so sein Fazit.

 

 

Sollten Sie Interesse an der Studie haben so könne Sie diese über unsere Home-

page: http://www.sonje-webconsult.de/backstage/documentpool/pressemitteilungen/
2007/Bestellformular.pdf

bestellen.

 

 

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@ Projekt des Monats

 

Wie im letzten Newsletter angekündigt, möchten wir Ihnen von nun an in jeder

Ausgabe unseres Newsletters ein aktuelles Projekt aus unserer Beratungspraxis

vorstellen.

 

Wir hoffen dadurch, Ihnen Anregungen und Denkanstöße geben zu können, wie

andere Unternehmen – die sich möglicherweise in einer vergleichbaren Situation

wie Sie befinden – an spezifische Aufgabenstellungen herangehen und welche

Lösungen im einzelnen möglich sind.

 

Sollten Sie es wünschen stellen wir auch gerne einen direkten Kontakt zu unserem

Kunden her. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

 

 

@ Der Kunde:

Xella International GmbH

 

 

@ Der Hintergrund:

Die internationale XELLA-Gruppe ist in den drei Geschäftsfeldern Baustoffe,

Trockenbau-Systeme und Rohstoffe aktiv. XELLA ist ein Unternehmensbereich

des Haniel Konzerns.

 

Mit den Marken YTONG, HEBEL und SILKA ist XELLA weltweit der größte Pro-

duzent von Porenbeton und Kalksandsteinen und mit FERMACELL führend in der

Herstellung von Gipsfaser-Platten. AESTUVER und MULTIPOR sind die Marken

für Brandschutz- und Mineraldämmplatten. Die Fels-Werke GmbH gehört europa-

weit zu den führenden Anbietern von Kalk und Kalkstein.

 

Der Internet-Auftritt der Xella International GmbH umfasst neben dem Corporate

Bereich das Angebot der sieben eigenständigen Markenbereiche. Die Konzeption

und die inhaltliche Pflege der Markensites liegt bei den einzelnen Markenverant-

wortlichen. Grundlegende Aufgaben, werden jedoch zentral von der Corporate

Communication in Duisburg verantwortet.

 

 

@ Die Aufgabenstellung:

Im Rahmen einer vergleichenden Benchmarkanalyse sollte:

 

a)      die genaue Wettbewerbsposition des Internet-Ange­bo­tes der Xella Interna

tional GmbH im Vergleich mit den wichtigsten Mitbewerbern bestimmt sowie

 

b)      die jeweiligen Besonderheiten der Internet-Angebote der einzelnen Marken-

­bereiche ausgewiesen und systematisch verglichen werden.

 

Insbesondere wurden folgende Anforderungen gestellt:

            keit / Usability

 

 

@ Die Lösung:

Auf der Grundlage eines Webtest wurde von dr. šonje webconsult eine Begutach-

tung der ausgewählten Internet-Angebote durchgeführt.

 

Der inhaltliche Schwerpunkt der Analyse lag dabei bei der Prüfung der Gebrauchs-

tauglich­keit / Usability und dem Abgleich mit den Marketingzielen. Hierzu wurden

Portfolio-Analysen und Stärken-Schwächen-Analysen für die jeweiligen Seiten er-

stellt.

 

 

@ Der Nutzen:

Anhand des Gutachtens konnten konkrete Hand­lungs­not­wendigkeiten und strate-

gische Optionen für die weitere inhaltliche und formale Entwicklungen des Web-

Angebotes abgeleitet werden.

 

Die Begutachtung half dabei, die verfügbaren Res­sourcen auf strategisch wichtige

Handlungs­felder auszurichten.

 

 

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@ Ausblick

 

1.      Mit dem In-Kraft-Treten des „Gesetz über elektronische Handelsregister und

      Genossen-schaftsregister sowie das Unternehmensregister vom 10. November

2006“ (EHUG) haben sich auch die gesetzlichen Bestimmungen bezüglich des

geschäftlichen Schrift-wechsels via E-Mail geändert. Analog zur Änderung des

Teledienstegesetzes (EGG) aus dem Jahre 2002 haben sich auch diesmal nur

wenige Unternehmen mit den - von nun an – gesetzlich vorgeschriebenen

Anforderungen auseinander gesetzt. Auch wenn das Risiko vom zuständigen

Registergericht mit einem Bußgeld belegt zu werden nicht allzu hoch ist, besteht

dennoch Handlungsbedarf. Wir werden Ihnen Lösungen aufzeigen.

 

2.      Neben der Gebrauchstauglichkeit sind insbesondere die Interaktions- und Infor-
mations­qualität wichtige Kriterien anhand derer Nutzer Internet-Angebote be-
werten. Wir werden Ihnen im nächsten Newsletter Verfahren vorstellen, mit
denen diese wichtigen Erfolgs­kriterien eines Internet-Angebotes geplant und
deren praktische Umsetzung geprüft werden kann.

 

 

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@ Kontakt und Impressum

 

Haben Sie noch Fragen zu den Inhalten, unserer Beratung, dem Webtest oder zu

den Einsatzmöglichkeiten? Dann zögern Sie nicht, sich mit uns in Verbindung zu

setzen!

Dieser Newsletter ist ein Service der

dr. sonje webconsult GmbH
Unternehmensberatung für Online-Kommunikation

Wollgrasweg 49
D - 70599 Stuttgart
Tel:  0711 -  45 99 78 - 80
Fax: 0711 -  45 99 78 - 81

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info@sonje-webconsult.de

 

Rechtliche Angaben gem. EHUG:
dr. sonje webconsult GmbH
Geschaeftsfuehrer: Dr. Deziderio Sonje
Sitz der Firma: Stuttgart
Register: Stuttgart, HRB 21164

Alle Texte und Daten unterliegen dem Urheberrecht und dürfen nur mit Quellen-

angabe weiterverwendet werden.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Ausgabe ist Dr. Deziderio Šonje.

 

 

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